Natur und Geographie
Geschichte
Bevoelkerung/Nationalitaet
Religionen und Sitten
Tourismus
Umweltschutz
Volksleben
Bildungswesen
Kultur und Kunst
Sport
Temperaturen
Welterbschaften
Transport-, Post- und Fernmeldewesen
Ueber China
Vier grosse Kuechen Chinas
Land und Leute
Lage und Landschaft
Die chinesische Kampfkunst-Kungfu
Klima
Flora und Fauna
Feste
Gesundheitswesen
Kultur und Kunst
 

Akrobatik

Die Anfänge der Akrobatik reichen in China bis in die Frühlings- und Herbstperiode vor mehr als 2500 Jahren zurück. Zunächst ging es vor allem um die Demonstrierung der körperlichen Kraft, wobei Männer schwere Räder hochwarfen und sie dann wieder auffingen. In der Han-Dynastie (206 v. Chr.(220) war die Akrobatik bereits sehr verbreitet und wurde ein wichtiges und häufig aufgeführtes Programm sowohl auf Banketten am Kaiserhof als auch bei Feiern im Volk.

Die Kunst der Akrobatik wurde dann von Generation zu Generation überliefert und immer reichhaltiger. Zu den berühmten Nummern gehören "Ringschlüpfen", "Diabolospiel", "Drahtseilakrobatik", "Fußtechnik", "Balanceakt mit einer Vase", "Jonglieren mit Tellern", "Kopfbalance mit Schalen" usw. Nach der Gründung der Volksrepublik China hat die Regierung der Akrobatik große Aufmerksamkeit geschenkt, wodurch sie sich schnell entwickelte. Gegenwärtig gibt es landesweit etwa hundert Akrobatikensembles von Kreisebene an aufwärts und tausende sonstiger Akrobatikgruppen. Viele von ihnen gastierten bereits im Ausland. Von 1981 bis 1997 hat die chinesische Akrobatik insgesamt 35mal den "Präsidentenpreis der Republik Frankreich", den höchsten Preis des Internationalen Akrobatik-Festivals, und 85 Goldmedaillen bei weiteren internationalen Akrobatik-Wettbewerben gewonnen. Die herausragende Kunstfertigkeit der chinesischen Akrobatik wird von Publikum vieler Länder hochgeschätzt.

In China gibt es viele Gegenden, wo die Akrobatik sehr populär ist, z.B. Liaocheng in der Provinz Shandong, Yancheng in der Provinz Jiangsu, Puyang in der Provinz Henan, Tianmen in der Provinz Hubei, Guangde in der Provinz Anhui und Wuqing bei der Stadt Tianjin. In Wuqiao in der Provinz Hebei wird seit 1987 alle zwei Jahre ein Internationales Akrobatik-Festival veranstaltet.

Denkmalschutz

Die 90er Jahre sind eine Periode, in der man sich in China am meisten für die Rettung und den Schutz der Kulturdenkmäler eingesetzt und dabei beträchtliche Erfolge erzielt hat. Für die Rettung und den Schutz der Kulturdenkmäler wurden allein aus dem Staatshaushalt 700 Millionen Yuan an Sondermitteln zugewiesen. Mehr als 1000 Projekte zur Rettung und zum Schutz von Kulturdenkmälern wurden in Angriff genommen mit dem Ergebnis, da?viele von Zerstörung bedrohte Kulturdenkmäler sorgsam geschützt werden konnten. Die Renovierung und die Schutzmaßnahmen für die Paläste Potala und Kumbum, für die Steingrotten auf dem Xumi-Berg, die Tausend-Buddha-Grotten in Kizil, die Grotten in Longmen und in Yungang, die Halle der Heiligen Mutter im Ahnentempel Jinci, die Sommerresidenz in Chengde, den Du-Fu-Tempel und den Pavillon Tianyige zogen das allgemeine Augenmerk des In- und Auslands auf sich. 1996 unterstellte der Staatsrat erneut 250 kulturhistorische Stätten dem staatlichen Denkmalschutz, so da?die Zahl der unter staatlichem Denkmalschutz stehenden Schwerpunkt-Kulturdenkmäler 750 erreichte.

In China gibt es 99 historisch und kulturell berühmte Städte auf Staatsebene. Darüber hinaus hat die UNESCO 1995 den Potala-Palast in Lhasa, die Sommerresidenz und die Tempel in Chengde, Provinz Hebei, den Tempel, die Residenz und den Wald der Familie Konfuzius in Qufu, Provinz Shandong, und den antiken Baukomplex im Gebirge Wudang, Provinz Hubei, in die Liste des Kulturerbes der Welt eingereiht.

Die planmäßige Anordnung der wissenschaftlichen Ausgrabungsarbeit hat eine feste Grundlage für die Anhebung des Niveaus der Archäologie, für die Untersuchung und Diskussion der archäologischen Methodologie und für die Erforschung der alten Geschichte Chinas geschaffen. Die Anwendung neuer Technologien und Methoden bei archäologischen Untersuchungen z.B. aus der Luft, unter Wasser und in Sandgebieten hat der Entwicklung des Denkmalschutzes neue Impulse gegeben.

In den letzten Jahren herrschte zwischen China und dem Ausland im Bereich des Denkmalschutzes eine rege Zusammenarbeit wie nie zuvor. China zeigte in Deutschland, den USA, Argentinien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Dänemark, Japan, der Republik Korea, Australien und Singapur insgesamt über 150 Ausstellungen, darunter die vielbeachtete Austellung über die kaiserlichen Gräber Chinas, eine Ausstellung von Schätzen Tibets, eine Ausstellung über alte Kulturen am Gelben Flu? eine Ausstellung archäologischer Funde aus Loulan und eine Ausstellung über die Terrakottaarmee des Ersten Kaisers der Qin-Dynastie.

Die Peking-Oper und die lokalen Opern

In China gibt es über 300 lokale Opern, von denen die Peking-Oper die bekannteste ist. Sie entstand Anfang des 19. Jahrhunderts als eine einzigartige Kunstform, in die Theaterspiel, Gesang, Musik, Tanz und Kämpfe intergriert sind. Im Lauf der Zeit wurden mehr als 1000 Stücke entwickelt. Seit der Gründung der Volksrepublik hat man viele neue Stücke, die historische Motive, die chinesische Revolution, den sozialistischen Aufbau und das Volksleben behandeln, geschaffen. Zahlreiche berühmte Künstler wie Mei Lanfang, Cheng Yanqiu, Ma Lianliang, Zhou Xinfang und Du Jinfang sind hervorgetreten. Auch im Ausland finden Aufführungen der Peking-Oper regen Beifall.

Das traditionelle Stück An der Weggabelung wurde in vielen Ländern aufgeführt und erfreute sich überall großer Beliebtheit. In diesem Stück dominieren die pantomimisch dargestellten Kampfszenen. Die Kampfszenen in der Peking-Oper sind faszinierend. Sie verbinden die chinesische Kampfkunst und die Darstellungstechnik im Theater miteinander. Ein Schauspieler der Peking-Oper mu?von Kindheit an körperlich und darstellerisch trainiert werden. Der berühmte Schauspieler Gai Jiaotian konnte noch im Alter von 70 Jahren die Kampfszenen im Stück An der Weggabelung meisterhaft darstellen.

Das 1950 in Beijing gegründete Theater-Institut hat eine Anzahl hervorragender Peking-Oper-Schauspieler ausgebildet. Sie haben einerseits die Erfahrungen älterer Generationen weitergeführt und andererseits neue Ausdrucksformen zur Geltung gebracht.

Zu den beliebten lokalen Opern gehören die Yue-Oper aus Shanghai, die Huangmei-Oper aus Anhui, die Sichuan-Oper, die Yu-Oper aus Henan, die Yue-Oper aus Guangdong und die tibetische Oper. Die tibetische Oper ist durch eine religiöse Atmosphäre und das farbige Kolorit Tibets gekennzeichnet. In den letzten Jahren interessieren sich immer mehr in- und ausländische Zuschauer für diese Oper.

Kalligraphie

Die chinesischen Schriftzeichen entwickelten sich aus Bildern und Zeichen. Ihre verschiedenartigen Schreibmethoden wiederum entwickelten sich zu einer selbständigen Kunstform, der Kalligraphie. In fast allen Dynastien gab es große Kalligraphen, deren Kalligraphie die Schreibkunst der jeweiligen Zeitspanne repräsentiert. Der berühmteste Kalligraph war Wang Xizhi in der örtlichen Jin-Dynastie. Seine Konzeptschrift, eine Art kursorische Schnellschrift, ist so elegant, da?sie heute noch als beispielhaft gilt. Sein Sohn Wang Xianzhi war ebenfalls ein berühmter Kalligraph zu dieser Zeit. Die Tang-Dynastie war eine blühende Periode der Kalligraphie. Die Werke der großen Kalligraphen aus dieser Zeit wie Ouyang Xun, Chu Suiliang, Yan Zhenqing und Liu Gongquan werden bis heute vielfach als Vorlagen benutzt.

Wu Changshuo, der große Kalligraph der Neuzeit, kombinierte seine Schreibkunst so gut mit der Malerei, da?sein typischer Stil beim Schreiben auch in seiner Malerei deutlich erkennbar ist.

Nach wie vor erfreut sich die Kalligraphie als eine der traditionellen chinesischen Kunstformen großer Beliebtheit. Die Chinesische Vereinigung der Kalligraphen und die lokalen Vereinigungen auf verschiedenen Ebenen sowie die Vereinigungen in manchen Unternehmen, Institutionen und Universitäten veranstalten häufig kalligraphische Ausstellungen.


Kunstgewerbe

Das chinesische Kunstgewerbe weist eine große Vielfalt auf. Darunter gibt es mit höchster Kunstfertigkeit geschaffene Erzeugnisse, die einzigartig in der Welt und bei den Kunstkennern und Sammlern sehr beliebt sind.

Das chinesische Kunstgewerbe läßt sich in zwei Kategorien einteilen: in Spezialkunstgewerbe und volkstümliches Kunstgewerbe. Beim Spezialkunstgewerbe verwendet man spezielle Materialien, z.B. besonders edle Steine, und stellt daraus äußerst exquisite und hochwertige Gegenstände wie Jadeschnitzereien und Schnitzereien aus farbigem Serpentin her.

Die wichtigsten Zweige des Spezialkunstgewerbes sind folgende:
Schnitzerei aus Jade und anderen Edelsteinen Je nach den natürlichen Maserungen, Farben und Formen der Jade oder anderer Edelsteine fertigt man feine und wunderschöne Kunstwerke wie Menschen- und Tierfiguren oder Blumenmotive an.

Lackschnitzerei Die Meister dieser Kunst schnitzen verschiedene Figuren oder Szenen in Lackgefäße wie Vasen und Dosen oder in große Paravents aus Lack.

Cloisonn?Das Cloisonn ist ein im In- und Ausland berühmtes Kunsthandwerk Chinas. Man lötet kupferne Stege, die die Umrisse verschiedener Ornamente bilden, auf Kupferformen. Nun werden die Räume zwischen den Stegen mit farbiger Emailpaste ausgefüllt, und die Roharbeit wird anschließend im Ofen gebrannt. Zum Schlu wird das Stück poliert und die nicht mit Emaildekor bedeckten Metallflächen werden vergoldet. So entsteht eine Cloisonnéware mit glänzendem Metall und farbenprächtiger Glasur.

Das chinesische volkstümliche Kunstgewerbe hat eine lange Geschichte und ist im Volk fest verwurzelt. Die kunsthandwerklichen Produkte dieser Art besitzen einen ausgeprägt ländlichen Charakter und einen einzigartigen nationalen Stil. Sie sind vielfältig, farbenprächtig und überall beliebt.

Je nach den künstlerischen Formen wird das volkstümliche Kunstgewerbe in mehrere Kategorien eingeteilt:

Geschnittene Artikel - Neben dem Papierscherenschnitt gibt es noch daraus entwickelte Sorten wie Messerschnitte auf Papier, Scherenschnittsilhouetten, Papierskulputuren und Schattenfiguren aus Eselshaut.

Zusammengeschnürte Artikel - Man fertigt aus Papier, Seide, Bambus, Seidenfäden und Schnüren Drachen und Lampions an.

Flechtwerke - Es gibt Flechtwerke aus Stroh, Schnüren, Bambus, Lianen, Weidenruten, Schilfröhren usw. Sie sind meistens Gebrauchsgegenstände wie Matten, Kissen, Körbe, Dosen und andere Gefäße sowie Figuren und Spielzeug.

Gewebe-Diese Kategorie umfaßt u.a. Batik, Farbdrucke, Hohlsaumarbeiten, Applikationsstickereien und Kreuzstichstickereien.
Stickerei - Die Suzhou-, die Hunan-, die Guangdong- und die Sichuan-Stickerei sind die vier berühmten Stickereien Chinas.

Schnitzerei - Die Materialien der volkstümlichen Schnitzerei sind Holz, Stein, Jade, Bambus, Horn, Knochen usw. Die Produkte umfassen vielfältige Gegenstände, z.B. Masken, Puppen, Menschen- und Tierfiguren sowie Blumen und andere Pflanzen.

Bildhauerei - Man modelliert aus Teig, Lehm, Tonerde und anderen Materialien verschiedene Gestalten.

Bilder - Es gibt Malereien auf Seide oder anderen Stoffe, geschnitzte Bilder, aus verschiedenen Stoffen zusammengestückelte Bilder, eingebrannte Bilder usw. Sie sind von einzigartigem Stil und dienen hauptsächlich als Ornamente.

In China als der "Heimat des Porzellans" ist die Porzellanproduktion weit verbreitet. Zu den bekanntesten Produktionsstätten zählen Jingdezhen in der Provinz Jiangxi und Liling in der Provinz Hunan in Südchina sowie Tangshan und Handan in der Provinz Hebei und Zibo in der Provinz Shandong in Nordchina. Die Porzellanwaren aus diesen Städten haben alle ausgeprägte Besonderheiten. Man erinnert sich wieder mancher lange in Vergessenheit geratener Techniken alter Brennöfen wie der Longquan-, Jun-, Ru-, Guan-, Cizhou- und Yaozhou-öfen und nutzt sie erneut.

Chinas Keramikzentrum ist Yixing in der Provinz Jiangsu. Die hier aus rotem Lehm gebrannten Tonwaren sind berühmt für ihre archaisch wirkenden schlichten Formen und natürlichen dunkelroten Farbtöne.

Literatur

Die Literatur aus dem Altertum ist ein kostbarer Teil des Erbes der jahrtausendealten chinesischen Kultur. Neben Mythen und Legenden, die in manchen klassischen Werken gesammelt wurden, ist das im 6. Jahrhundert v. Chr. zusammengestellte Shijing (Buch der Lieder) die erste Gedichtsammlung Chinas. Sie umfa?t 305 Volkslieder aus der Zeit von der Westlichen Zhou-Dynastie bis zur Fr¨¹hlings- und Herbstperiode. Das Buch der Lieder und das Chu Ci (Klagelied von Chu), geschrieben von Qu Yuan in der Zeit der Streitenden Reiche, gelten als die beiden fr¨¹hesten Kulminationen in der chinesischen Literaturgeschichte. Die schlichte Prosa vor der Qin-Dynastie, die Reimprosa aus der Han-Zeit und die Yuefu-Balladen gegen Ende der Han-Zeit repr?sentierten die damalige Literatur. Shi Ji (Historische Aufzeichnungen) von Sima Qian und Kongque Dongnan Fei (Der Pfau fliegt nach S¨¹dosten) sind zwei Meisterwerke davon. Die chinesische Literatur erfuhr w?hrend der Wei- und der Jin-Dynastie eine weitere Bl¨¹tezeit. Bekannte Vertreter aus dieser Zeit waren Cao Cao und seine S?hne Cao Pi und Cao Zhi. In der Tang-Dynastie traten dann zahlreiche Dichter wie Sterne am literarischen Himmel Chinas auf. Allein in Quan Tang Shi (Die gesammelten Tang-Gedichte) sind rund 50 000 Gedichte von mehr als 2200 Dichtern enthalten, von denen Li Bai, Du Fu und Bai Juyi die herausragendsten waren. In der Song-Dynastie kam die hohe Zeit der Ci-Dichtkunst. Die Ci-Dichter der Song-Dynastie lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Die eine durch Liu Yong und Li Qingzhao vertretene Gruppe thematisiert vor allem die Liebe zwischen Mann und Frau sowie den Kummer der Trennung. Hingegen schilderten die Dichter der anderen Stilrichtung, vertreten durch Su Shi und Xin Qiji, in einem unbefangenen und kraftvollen Stil mit Vorliebe Landschaften und ihre Gef¨¹hle in Gedanken an das Vergangene. Die Zaju, das waren Dramen in poetischer Form, stellten die gr??te Leistung der Literatur der Yuan-Dynastie dar. Dou E Yuan (Schnee im Hochsommer) von Guan Hanqing und Xi Xiang Ji (Das Westzimmer) von Wang Shifu gelten heute noch als Meisterwerke. In der Ming- und der Qing-Dynastie erschienen immer mehr Romane. Die Drei Reiche von Luo Guanzhong, Die R?uber vom Liangshan-Moor von Shi Naian, Die Pilgerfahrt nach dem Westen von Wu Cheng'en und Der Traum der Roten Kammer von Cao Xueqin sind die vier gro?en Meisterwerke der klassischen chinesischen Literatur.

Die Bewegung f¨¹r eine neue Kultur in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war von Anfang an stark durch antiimperialistische und antifeudalistische Ideen gepr?gt. Zusammen mit Lu Xun als Hauptvertreter haben mehrere fortschrittliche Schriftsteller die moderne chinesische Literatur begr¨¹ndet. Meisterwerke aus dieser Zeit sind die Novellen Das Tagebuch eines Wahnsinnigen und Die wahre Geschichte von Ah Q von Lu Xun, die Gedichtsammlung Die G?ttinnen von Guo Moruo, der Roman Die Mitternacht von Mao Dun, die "Trilogie der Turbulenzen" (Familie, Fr¨¹hling und Herbst) von Ba Jin, der Roman Rikschakuli von Lao She sowie die Theaterst¨¹cke Gewitter und Sonnenaufgang von Cao Yu.

Mit der Gr¨¹ndung der Volksrepublik 1949 trat die chinesische Literatur in die Phase der Literatur der Gegenwart ein. Die literarischen Werke der 50er und 60er Jahre beinhalten vor allem den harten Kampf und die Opferbereitschaft des chinesischen Volkes im langj?hrigen Befreiungskrieg sowie seine Selbstlosigkeit beim Aufbau des neuen sozialistischen China. Zu den wichtigen Romanen aus dieser Zeit geh?ren Roter Felsen von Luo Guangbin und Yang Yiyan, Das Lied der Jugend von Yang Mo, Gewittersturm von Zhou Libo und Die Geschichte der Pionierarbeit von Liu Qing. In den zehn Jahren der "Kulturrevolution" erlebte die chinesische Literatur einen starken R¨¹ckschlag, doch seit Beginn der Reform- und ?ffnungspolitik wurde sie wiederbelebt.

Mit Lu Xinhuas Die Narbe erschien der erste zahlreicher Romane, die das Leben und die Schicksale der einfachen Leute w?hrend der "Kulturrevolution" darstellen. Aufsehen erregten u.a. die Novellen Rote Magnolien hinter hoher Mauer von Cong Weixi, Gr¨¹ne B?ume von Zhang Xianliang, Der Hibiskus-Marktflecken von Gu Hua und Heute abend kommt ein Schneesturm von Liang Xiaosheng. Auch die danach erschienenen Novellen und Romanen, die als "Die Wurzel suchende Literatur" bezeichnet werden, zeugen von einem tiefen Eindringen der Autoren in die Lebensfragen. Repr?sentative Werke hierf¨¹r sind Rotes Sorghumfeld von Mo Yan, Schwarzes Edelro? von Zhang Chengzhi, Die Schnupftabakdose von Deng Youmei und Fuxi Fuxi von Liu Heng. Landschaft von Fang Fang, Tapu von Liu Zhenyun und Menschenleben voller Kummer von Chi Li sind wichtige Werke des Neorealismus.

In den letzten Jahren bietet das literarische Schaffen ein mannigfaltiges Bild. Unter den Romanen mit historischen Themen sind vor allem Himmelssohn in der Jugend von Ling Li, Zeng Guofan von Tang Haoming, Der Kaiser Yongzheng von Er Yuehe und Wiedergutmachung des Himmelsrisses von Huo Da zu nennen. Die Wahl von Zhang Ping und Abschied vom bitteren Winter von Zou Yuezhao spiegeln das Leben realistisch wider.

Malerei

Die ältesten bekannten chinesischen Malereien entstanden in der Jungsteinzeit vor etwa 6000 bis 7000 Jahren. Es waren Muster von Fischen, Fröschen, Hirschen, Vögeln, Blumen und Blättern sowie tanzenden Menschen auf Tongefäßen. Typisch für die traditionelle chinesische Malerei ist, da?man auf einer Malerei auch Gedichte oder Widmungen sieht. Diese Kombination als ein künstlerisches Ganzes hat für Kenner einen ganz besonderen ästhetischen Genu?

Viele frühere chinesische Malereien wurden auf Wände und Paravents gemalt. Heute kann man noch in freigelegten Gräbern aus der Han- und der Tang-Zeit Wandmalereien bewundern. Der bekannte Maler Gu Kaizhi aus der Jin-Dynastie verstand sich sehr gut darauf, historische Themen zu behandeln. Sein Werk "Gedicht über die Göttin des Flusses Luo" stellt die Szene eines Treffens des Dichters Cao Zhi mit der Göttin des Flusses Luo dar. Während der Tang- und der Song-Dynastie erlebte die chinesische Malerei eine Blütezeit. Der Maler Wu Daozi war ein Meister der Landschaftsmalerei und der figurativen Malerei. Das Genrebild "Flußufer-Szene am Qingming-Fest" von Zhang Zeduan aus der Nördlichen Song-Dynastie stellt das belebte Viertel der damaligen Hauptstadt Kaifeng dar und ist historisch von großer Bedeutung. Li Sixun und Li Zhaodao, Vater und Sohn, aus der Tang-Dynastie fingen an, mit Mineralfarben zu malen, und erzielten dabei bemerkenswerte Effekte. Ihr Zeitgenosse Wang Wei bevorzugte Wasser und Tusche.

Seine Pinselführung war kräftig und schwungvoll, Wolken und Wasser schienen unter seinem Pinsel zu fliegen und zu fließen. Die Malerei mit Blumen und Vögeln als Hauptmotiven ist eine wichtige Art der traditionellen chinesischen Malerei. Aus vielen Epochen wurden ausgezeichnete Werke dieser Art von Malerei hinterlassen.

Die Chinesische Kunstausstellungshalle und andere Kunstgalerien veranstalten ständig Ausstellungen sowohl von Einzelpersonen als auch von mehreren Künstlern. Ausstellungen von Werken der traditionellen chinesischen Malerei finden auch oft in anderen Ländern statt und erfreuen sich dort großer Beliebtheit.

Neben der traditionellen chinesischen Malerei entwickeln sich ebenfalls die westlichen Malereien wie Ölmalerei, Graphik und Aquarellmalerei. Viele Maler kombinieren die Malmethoden der traditionellen chinesischen Malerei mit den westlichen und haben dabei Kunstwerke in vielfältigen Stilen geschaffen.

Museen

In verschiedenen Dynastien Chinas gab es kaiserliche und private Stätten für die Sammlung von Kulturgegenständen, doch das erste richtige Museum Chinas wurde von Ausländern Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Das erste von Chinesen selbst errichtete Museum war das Museum in Nantong, Provinz Jiangsu, das 1905 von Zhang Jian, einem bürgerlichen Unternehmer, eingerichtet wurde. 1912 bereitete man in der kaiserlichen Lehranstalt Guozijian in Beijing den Bau eines Museums für die Geschichte vor. Dies wurde das erste staatliche Museum der Republik China. Bis zum Jahr 1949 bestanden im ganzen Land nur 21 Museen.

Im Oktober 1949 hat das Kulturministerium der Volksrepublik China das Amt für die Verwaltung der Kulturdenkmäler eingerichtet, das für die Kulturdenkmäler und Museen im ganzen Land zuständig ist, sowie eine Reihe von diesbezüglichen Gesetzen, Verordnungen und politischen Richtlinien erlassen. 1999 gab es im ganzen Land 1371 Museen, die dem staatlichen Verwaltungssystem für Kulturdenkmäler unterstanden. Zusammen mit den Museen anderer Branchen liegt die Gesamtzahl der Museen heute bei über 1800. Mit der Steigerung der Zahl der Museen vermehrten sich auch ihre Arten. Sie umfassen Museen für Geschichte, Kunst, Natur, Geologie und Bodenvorkommen, Nationalitäten und Volkskunde, Wissenschaft und Technik. Darunter gibt es eine große Anzahl im In- und Ausland bekannter Museen wie das Palastmuseum, das Museum für Chinesische Geschichte, das Museum für Chinas Luftfahrt, das Chinesische Geologische Museum, das Museum für Chinas Währungen, das Museum für Chinas Druckwesen, das Museum der Stadt Shanghai, das Museum der Stadt Nanjing, das Historische Museum der Provinz Shaanxi, das Museum der Provinz Henan, das Museum der Provinz Liaoning, das Museum der Provinz Gansu und das Nationalitätenmuseum der Provinz Yunnan. Zu den mehr als 300 Museen und Gedenkstätten für das Andenken der ruhmreichen revolutionären Traditionen der chinesischen Nation zählen das Museum der Chinesischen Revolution, das Militärmuseum der Chinesischen Volksrevolution, das Museum für den Opiumkrieg, die Gedenkhalle für die Revolution 1911 in Wuchang, die Gedenkstätte der Militärschule Huangpu, die Gedenkstätte des I. Parteitags der Kommunistischen Partei Chinas, das Museum der Revolution im Jinggang-Gebirge, die Gedenkhalle der Revolution in Yan'an, die Gedenkhalle für den Antijapanischen Krieg des Chinesischen Volkes, der ehemalige Wohnsitz von Sun Yat-sen, der ehemalige Wohnsitz von Mao Zedong und der ehemalige Wohnsitz von Deng Xiaoping. Neben der immer weiteren Verbesserung der bestehenden Museen schenkt man der Planung und dem Aufbau neuer Museen große Aufmerksamkeit.

 
   
Sichuan New Oriental International Travel Co., Ltd. (SNOIT)
¡¡¡¡Floor 7, Rainbow Mansion, No.12 Jin Li Middle Road || 610066 Chengdu, Sichuan, V.R. China
Tel.: +86-28-86142285 / 86141585 || Fax: +86-28-86140015
E-mail: info@snoit-exkursionen.com || Webseite: http://www.snoit-exkursionen.com
Copyright © 1999 - 2010 by SNOIT Alle Rechte vorbehalten