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Das dreistufige System zur Gesundheits-pflege auf dem Land

Von der 1,2 Milliarden zählenden Bevölkerung Chinas leben etwa 900 Millionen Menschen auf dem Land. Die chinesische Regierung mißt der Gesundheitspflege auf dem Land großes Gewicht bei. Besonders seit Beginn der Reform und Öffnung im Jahr 1978 streben die Gesundheitsbehörden danach, die Gesundheitsfürsorge für die ländliche Bevölkerung auszubauen. Ein dreistufiges System zur Gesundheitspflege hat auf Kreis-, Gemeinde- und Dorfebene Gestalt angenommen. Im Jahr 1998 gab es 2037 Krankenhäuser auf Kreisebene, 50 600 Sanitätsstationen in den Gemeinden und 728 800 Sanitätsstellen in den Dörfern. 89,51% von insgesamt 730 000 Dörfern waren mit Sanitätsstellen ausgerüstet. Landesweit arbeiteten 1,3276 Millionen Ärzte und Sanitäter auf dem Land, wobei erstere 74,59% der Gesamtzahl ausmachten.

Die Reform des Gesundheitssystems

Das zur Zeit bestehende Krankenversicherungssystem Chinas basiert auf der aus den 50er Jahren stammenden kostenfreien medizinischen Versorgung. Dieses System hat für die Gewährleistung der Gesundheit der Beschäftigten, die Förderung der Wirtschaft und die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Stabilität eine wichtige Rolle gespielt, doch mit der Entwicklung der Gesellschaft und der Wirtschaft sowie dem Fortschritt der Reform zeigte dieses System seine Schattenseiten. Da die medizinische Versorgung zum größten Teil vom Staat und von den Unternehmen getragen wurde, sind die Belastungen bald unvertretbar hoch geworden, zumal die kostenlosen Arzneimittel in großem Ma? verschwendet wurden. Auf dem Land ist die Gesundheitsfürsorge - außer in einigen wenigen reichen Gebieten - die private Angelegenheit der Leute. Es ist also an der Zeit, ein allgemeines Krankenversicherungssystem aufzubauen.

Die Reform des Krankenversicherungssystems für die Stadtbevölkerung soll die Kostenverteilung neu regulieren. Der Staat, die Unternehmen und die Versicherten kommen gemeinsam für die Kosten auf, wobei es darum geht, die drei Seiten vernünftig zu belasten. Auf dem Land hat man angefangen, ein genossenschaftliches System für die medizinische Versorgung aufzubauen. Die Bauern können freiwillig auf eigene Kosten daran teilnehmen, während der Staat und die Gemeinden die grundlegende medizinische Betreuung subventionieren und gewährleisten. So wird vermieden, da?Bauern, wie es früher oft geschehen ist, durch Krankheit in Armut geraten.

Entwicklungsstand

Nach der Gründung der Volksrepublik 1949 setzte sich die chinesische Regierung nachhaltig für die medizinische Fürsorge, die Vorbeugung von Krankheiten, die allgemeine Gesundheitspflege und die Belebung der traditionellen chinesischen Medizin ein. So wurden Krankenhäuser und Sanitätsstationen im ganzen Land aufgebaut. Ein Netz der medizinischen Fürsorge in Stadt und Land nahm Gestalt an, zahlreiche qualifizierte Mediziner und Pharmazeuten wurden ausgebildet. Ende 1999 gab es landesweit 310 000 medizinische Einrichtungen, 3,16 Millionen Krankenbetten und 4,46 Millionen medizinische Fachkräfte, im Vergleich zu 1978 jeweils eine Zunahme um das 83%, 58% und 81%.

Das Niveau der medizinischen Wissenschaft und Technik erhöhte sich schnell. Die Verwaltung der Arzneimittel und die medizinische Überwachung wurden verschärft, ein Krankenversicherungssystem für die Beschäftigten in den Städten wurde aufgebaut und deckt immer mehr Gebiete ab. Die traditionelle chinesische Medizin entwickelt sich gemeinsam mit der westlichen. Das Auftreten von Infektionskrankheiten ist stark zurückgetreten, endemische Krankheiten wurden unter Kontrolle gebracht. Die Gesundheitspflege auf dem Lande wurde verstärkt und der Gesundheitszustand der Bevölkerung hat sich spürbar verbessert. Die durchschnittliche Lebenserwartung zählt inzwischen zu den höchsten in den Entwicklungsländern.

Medizinische Einrichtungen, Krankenbetten und medizinisches Personal
Posten Jahr1949197819851990 1999
Medizinische Einrichtungen3670169 732200 866208 734310 000
Krankenbetten (in 1000)852042248729253160
Medizinisches Personal (in 1000) 5052464341138984460

Gesundheitspflege für Frauen und Kinder

Seit der Gründung der Volksrepublik mißt die chinesische Regierung vor allem auch der Gesundheitspflege für Frauen und Kinder große Bedeutung bei. Der Nationale Volkskongre?und die Politische Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes haben gesetzgebende und überwachende Organe für die Gewährleistung der besonderen Bedürfnisse von Frauen und Kindern eingerichtet. Auch der Staatsrat und die Regierungen der unterschiedlichen Ebenen haben Arbeitskommissionen für Frauen und Kinder gebildet. Ende 1998 gab es 2724 Institutionen für die Gesundheitspflege von Frauen und Kindern, darunter 1507 Mütterberatungsstellen auf Kreisebene. Rund 73 000 medizinische Mitarbeiter sind mit dieser Aufgabe beschäftigt.

Um die Gesundheit der Frauen zu gewährleisten, erlie?der Staat das "Schutzgesetz für die Interessen der Frauen", das "Gesetz über die Gesundheitspflege für Mütter und Säuglinge", die "Bestimmungen über den Arbeitsschutz der Arbeiterinnen und weiblichen Angestellten" und die "Bestimmungen über den Gesundheitsschutz von Arbeiterinnen und weiblichen Angestellten". Großes Gewicht wird der Gesundheitspflege in der Perinatalperiode der Frauen beigemessen. Moderne Geburtshilfemethoden werden angewendet, und die Anlegung von Karteien für schwangere Frauen und Wöchnerinnen, die körperliche Untersuchung vor der Entbindung, die besondere Fürsorge für gesundheitlich gefährdete Schwangere und Wöchnerinnen, Entbindungen im Krankenhaus und Untersuchungen nach der Entbindung sind Maßnahmen, die die Qualität der Gesundheitspflege für Frauen und Kinder wesentlich erhöhten. Die Sterblichkeit von schwangeren und gebärenden Frauen ist von 15‰ vor der Gründung der Volksrepublik auf zur Zeit 0,619‰ zurückgegangen.

Seit Beginn der Reform und Öffnung 1978 richtet die chinesische Regierung das Augenmerk verstärkt auf die Entwicklung der Kinder. Sie arbeitete den "Planentwurf zur Entfaltung der chinesischen Kinder in den 90er Jahren" und das "Gesetz für den Schutz der Minderjährigen" aus. Ferner propagiert sie die natürliche Ernährung der Säuglinge mit Muttermilch. China verfügt heute über 5890 Kinderkrankenhäuser. Die Sterblichkeit der Neugeborenen wurde von 200‰ vor der Gründung der Volksrepublik auf 31‰ gesenkt. Die Entwicklung im Körperbau und der Ernährungszustand der chinesischen Kinder wurden entscheidend verbessert.

Traditionelle chinesische Medizin

In den vergangenen Jahrtausenden hat die traditionelle chinesische Medizin für die Prosperität der Nation hervorragende Beiträge geleistet. Mit ihren speziellen Behandlungsmethoden, einem kompletten System der Theorie und umfangreicher Literatur sowie historischen Materialien ist die chinesische Medizin heute ein gemeinsames Eigentum der Menschheit. In Verbindung mit der modernen Medizin stellt sie einen unschätzbaren Vorteil des chinesischen Gesundheitswesens dar.

Die Ursprünge der traditionellen chinesischen Medizin reichen bis in die graue Vorzeit zurück. Schon Chinas Ureinwohner entdeckten, da?manche Kräuter Leiden lindern oder beseitigen konnten. Nachdem man Feuer zu benutzen wußte, stellte man fest, da? heiße Steine oder heißer Sand, an bestimmte Stellen des Körpers gedrückt, manche Krankheiten heilten. So entstanden die heiße Kompresse und die Moxibustion. Auch hatte man wohl schon früh herausgefunden, da?die Stimulierung bestimmter Stellen des Körpers Leiden an anderen Stellen heilen konnte - der Ursprung der Akupunktur durch Stein oder Knochennadel.
Die traditionelle chinesische Medizin ist durch ihr einzigartiges Verständnis von den Zusammenhängen der den Körper durchziehenden Meridiane und der inneren Organe sowie von den Strömungen der Körperflüssigkeiten und der Lebensenergie Qi gekennzeichnet. Bei der Behandlung von Krankheiten werden neben Heilmitteln vor allem Akupunktur, Massage und Qigong (Atemübung) eingesetzt.

Bereits vor mehr als 2000 Jahren soll der legendäre Gelbe Kaiser Methoden der Behandlung innerer Krankheiten aufgeschrieben und damit den Grundstein für die Theorie der traditionellen chinesischen Medizin gelegt haben. Zu den wichtigen Werken danach zählen eine Abhandlung über die Ursachen und Symptome von Krankheiten, eine Abhandlung über Fieber und andere Symptome usw. Die Heilmittellehre von Kaiser Shennong ist das älteste pharmazeutische Werk, und das Buch Die Arzneimittel der Tang-Dynastie ist die erste offiziell erlassene Pharmakopöe Chinas und zugleich das älteste staatliche Arzneibuch der Welt. In dem Buch Abri?der Arzneimittelkunde von Li Shizhen aus der Ming-Zeit sind 1892 Arzneimittel und über 10 000 Rezepte festgehalten.

Seit der Gründung der Volksrepublik schenkt die Regierung der traditionellen chinesischen Medizin und den chinesischen Heilmitteln große Aufmerksamkeit. 1986 wurde das Staatliche Verwaltungsamt für die chinesische Medizin gegründet. Es wurden eine Entwicklungsstrategie festgelegt und Regelungen ausgearbeitet. Chinesische Medizin und die chinesische Heilmittelkunde wird heute sowohl in Hochschulen als auch in Fachschulen gelehrt. Ein großes Kontingent von Fachkräften wurde ausgebildet. Die pharmazeutische Industrie bietet eine umfangreiche Palette von chinesischen Heilmitteln an.

Die traditionelle chinesische und die westliche Medizin lernen voneinander. Fachkräfte haben anhand fortschrittlicher Techniken und moderner Methoden die grundlegende Theorie der traditionellen chinesischen Medizin erforscht und auf dieser Grundlage wissenschaftliche Erklärungen für ihre Wirkungsweise vorgelegt.

Behandlungsmethoden zum Beispiel von Knochenbrüchen und akuten Bauchkrankheiten sind ebenso wie die Akubetäubung Ergebnisse der Verbindung von traditioneller chinesischer und westlicher Medizin.

In letzter Zeit hat die traditionelle chinesische Medizin bei der Bekämpfung von kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen sowie von Krankheiten im Immunsystem, Geschwülsten und Knochenbrüchen bemerkenswerte Erfolge erzielt. Das Kollationieren volkstümlicher Heilungsmethoden, das Aufbereiten von Heilkräutern und die Verbesserung der Drogen erfahren immer neue Fortschritte. Die Einsatzmöglichkeiten der chinesischen Medizin und der chinesischen Heilmittel zur Vorbeugung und Behandlung sind stark ausgeweitet worden. So erlaubt etwa die Behandlung akuter Bauchkrankheiten mit chinesischen Methoden eine Heilung ohne chirurgische Eingriffe. Die Akupunktur und Moxenbehandlung, die Anästhesie mittels Akupunktur und die Forschungsergebnisse über deren schmerzstillende Wirkung haben sich bereits in 120 Ländern und Gebieten ausgebreitet.

In Beijing wurde 1987 die Internationale Akupunkturvereinigung gegründet, zu deren Mitgliedern mehr als 50 000 Mediziner aus fast 100 Ländern und Gebieten zählen. Diese Vereinigung ist die erste internationale wissenschaftliche Organisation, deren Vorsitz ein Chinese führt. Eine internationale Konferenz von Qigong-Medizinern fand 1989 in Beijing statt. Die Teilnehmer kamen aus 29 Ländern und Gebieten. 1991 wurde in China eine internationale Konferenz über traditionelle Heilmethoden und -mittel abgehalten. China unterhält mit über 100 Staaten und Gebieten Kooperationsbeziehungen in bezug auf die medizinische Behandlung und medizinische Wissenschaft.

Die Kenntnisse über die traditionelle chinesische Medizin verbreiten sich weltweit. Japan, die USA und Deutschland haben mit China Kooperationsbeziehungen geknüpft. Die Weltgesundheitsorganisation hat in China sieben Kooperationszentren für die Erforschung der traditionellen chinesischen Medizin und Heilmittel gegründet. Unter den ausländischen Studenten, die in China naturwissenschaftliche Fächer studieren, ist die Zahl derer, die sich mit dem Studium der chinesischen Medizin und Heilmittel beschäftigen, am größten. Die Beijinger Hochschule für chinesische Medizin hat nach einer Vereinbarung mit einer Hochschule in Großbritannien Fächer der chinesischen Medizin eingerichtet. Der Bildungsgang wird auch in Europa anerkannt. In Japan und in der Republik Korea wurden Schulen für die chinesische Medizin gegründet; in Frankreich, den USA, Italien und Australien gibt es Institute für die chinesische Medizin; und in München wurde ein Forschungsinstitut für die Theorie der chinesischen Medizin ins Leben gerufen.

Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten

Indem die Gesundheitsabteilungen der verschiedenen Ebenen stets großes Gewicht auf die Vorbeugung legten, wurden epidemische, endemische, parasitäre und berufliche Krankheiten erfolgreich bekämpft. Bereits Anfang der 60er Jahre waren z.B. die Pocken in China ausgerottet, zehn Jahre früher als in der übrigen Welt.

Es wurden Epidemie-Schutzstationen errichtet, die die hygienischen Zustände überwachten. Sie spielen bei der Bekämpfung von Epidemien und anderen Krankheiten eine wichtige Rolle. 1998 gab es im ganzen Land 4018 solche Epidemie-Schutzstationen.

Um mit vereinter Kraft Infektions- und endemische Krankheiten unter Kontrolle zu bringen bzw. auszurotten, erlie?die chinesische Regierung ein "Gesetz zur Verhütung und Behandlung von Infektionskrankheiten". 1995 wurde ein Aktionsprogramm zur Ausrottung der Poliomyelitis in Angriff genommen, desgleichen eine Kampagne zur Bekämpfung von Erkrankungen aufgrund von Jodmangel. Energisch setzte sich die Regierung für regelmäßige Schutzimpfungen ein. Besonders erfolgreich wurden die präventiven Impfungen von Kindern durchgeführt, so da?Krankheiten wie Masern, Poliomyelitis, Diphtherie, Keuchhusten, epidemische Gehirnentzündung Typ B usw. effektiv bekämpft wurden. Die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten wurde im Lauf der Zeit immer weiter verbessert. Heute ist das Gesundheitsniveau der städtischen wie der ländlichen Bevölkerung im Vergleich zu 1949 wesentlich höher. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg von 35 Jahren vor 1949 auf heute 70 Jahre an, und die hauptsächlichen Todesursachen sind heute - statt der früher epidemischen und parasitären Krankheiten - Krebs sowie Gehirngefäß- und Herzkrankheiten wie in den entwickelten Ländern. Forschungsinstitutionen und medizinische Anstalten sind dabei, diese drei Krankheiten intensiv zu studieren und die inner- und außerhalb Chinas auftretenden Infektionskrankheiten und deren Übertragungswege zu überwachen. Zusammenfassend ist zu sagen: In den letzten 50 Jahren hat China bei der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten große Erfolge erzielt. Die für die Krankheitskontrolle zuständige Abteilung des Gesundheitsministeriums wurde 1996 für ihre Erfolge auf dem Gebiet der Hygiene von der Weltgesundheitsorganisation besonders ausgezeichnet.

 

 

 
   
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